Heute vor genau einer Woche sind wir also endlich in Cusco, Peru gelandet. Die Reise war anstrengend...über Miami, wo wir gefühlte 1000 Dokumente ausfüllen mussten, ging es nach Lima und weiter nach Cusco. Aber nach guten 24 Stunden sind wir wohlbehalten im Hostel gelandet. Mit Gepäck, alles heil, nur müde waren wir. Um sechs Uhr Ortszeit waren wir im Hostel, es war kalt und wir konnten natürlich noch nicht ins Zimmer, aber im großen Gemeinschaftsraum haben wir uns auf zwei Sofas gelegt,uns in unsere Schlafsäcke gekuschelt und wenigstens noch zwei Stunden geschlafen.
Die nächsten Tage haben wir damit verbracht, uns an die Höhe und die Zeitumstellung zu gewöhnen und haben Cusco erkundet. Eine wunderschöne kleine Stadt, mitten in den Anden! Es gab so viel zu sehen für uns...die bunten Basare, die herrlich bunt gekleideten Frauen, die meist wunderschöne Tücher auf den Rücken gebunden haben, wo sie Kinder, Einkäufe und überhaupt alles mögliche mit sich rumschleppen. Die Schuhputzer,die hier an jeder Ecke versuchen, ihr Geld zu verdienen, der Markt mit den vielen Früchten, die wir gar nicht kennen...überall in der Stadt sieht man Alpacas, für die Touristen und an jeder Ecke wird einem eine Tour zum Macchu Picchu angeboten. Flipsi probiert fleißig das einheimische Essen, was ihm auch unglaublich gut schmeckt...für mich dagegen ist nicht viel interessantes dabei, was ohne Fleisch ist.
| auf den Basaren |
| traditionelle Taenze vor der Kirche |
| Plaza de Armas |
Gleich neben dem Cristo Blanco ist eine alte Inka-Stätte, die haben wir uns so weit wie möglich angeguckt, der Eintritt war uns dann aber doch zu teuer.
| Cristo Blanco |
| Cusco von oben |
Und am Dienstag ging es dann los: die langersehnte Tour zum Machu Picchu! Wir haben eine Tour gebucht,bei der man mit dem Auto,also mit Kleinbussen bis Hidroelectrica gefahren wird,dort hat man dann schon sein Hostel und am nächsten Tag auch noch eine zweistündige Führung durch das Inka-Dorf am Macchu Picchu...und danach natürlich der Rückweg.
Die Hinfahrt war sehr aufregend für alle. Flipsi hatte Probleme mit dem Bauch aber Dank Durchfalltablette und Bachblüten hat er die Fahrt gut überstanden. Unser Sitznachbar, Fabian aus Argentinien, hatte hingegen ganz schön zu kämpfen und konnte irgendwann nicht mehr alles drin behalten. Der Arme, aber wir hatten alle Verständnis. Die Straße war super kurvig und zwischendurch waren wir auf über 4000 m Höhe....da war jedem ein bisschen flau im Magen glaube ich. Aber...die Landschaft,die wir auf der Fahrt sehen konnten, war unbeschreiblich! Die hohen Berge, schneebedeckt, und später die Wälder mit den Bananenstauden und Lianen.
Nach sechs Stunden Fahrt kamen wir endlich an. Ein leckeres Mittagessen wartete auf uns und dann mussten wir uns auch schon zügig aufmachen, um rechtzeitig im Dorf Aguas Clientes anzukommen. Der Weg war wunderschön...durchs Tal, immer am Fluss entlang, von den schönsten Bergen und Pflanzen umgeben. Leider hatten wir nicht allzu viel Zeit, wir kamen im Dunkeln in Aguas Clientes an. Dort standen die Guias und schrien laut Namen durch die Gegend. Unsere waren nicht dabei....aber als wir schon eine ganze Weile gewartet hatten und völlig verfroren waren, kam endlich ein älterer Herr...er war zu müde gewesen, die Namen die ganze Zeit zu brüllen. Er brachte uns ins Hostel, wo uns die netten jungen Angestellten erst einmal das Ticket für den Machu Picchu ausdruckten, welches wir eigentlich schon vorher von der Organisation hätten bekommen sollen. Danach zeigte uns der eine noch, wo wir die Bustickets für den nächsten Tag hoch zum Machu Picchu kaufen konnten...eigentlich hatten wir vor zu laufen, aber Flipsis Bauch ging es immernoch nicht besser und ko und müde waren wir außerdem. Dann ging es Abendbrot essen,heiß duschen und ab ins Bett.
| auf dem Weg durchs Tal nach Aguas Calientes |
| der Weg: immer an den Schienen entlang |
Am nächsten Tag sind wir um vier aufgestanden...fertig machen, frühstücken und los gings! Mit dem Bus hoch und endlich endlich waren wir da...mit uns zusammen waren noch einige viele andere da, um den Sonnenaufgang zu erleben.
Diese alte Inka-Stätte ist unglaublich....auf einem Berg in einem herrlichen Tal gelegen, im welchem der Fluss einmal um den Berg herumfließt...inmitten der schönsten Natur!! Unsere Führung fing 8 Uhr an und wir konnten einiges lernen. Unglaublich, wie die Inka früher gelebt haben, wie viel Wissen Sie über die Natur und unsere Erde hatten. Viel davon würde über die Generationen hinweg weitergegeben, so findet sich in der heutigen Kultur und Denkweise Perus noch unglaublich viel dieser alten Traditionen. Gebräuche und Denkweise. Sogar die Sprache, Quechua, wird von einem Großteil der Bevölkerung noch gesprochen.Unser guia hat die Tour auch wirklich interessant gestaltet und uns noch einige Ratschläge mit auf den Weg gegeben. Der wichtigste davon war wohl, dass wir uns vor Augen halten sollen, dass es vor 500 Jahren ein Volk gab, welches unser Erde Mutter nannte: Pacha Mama. Ein Volk,welches gemeinsam mit der Natur gelebt hat, sie sich zu Nutzen gemacht und sie verehrt hat. Vielleicht sollten wir uns alle daran ein Beispiel nehmen.
Nach der Tour hatten wir leider keine Zeit mehr, hoch zum Sonnentor oder zur Inka-Brücke zu laufen...Im Gegenteil: schnell musste wir uns an den Abstieg und den Rückweg machen, um pünktlich halb drei wieder in Hidroelectrica zu sein... Im Bus auf dem Rückweg haben alle nur noch geschlafen.
Der Machu Picchu hat uns sehr beeindruckt und die lange Fahrt dorthin hat sich mehr als gelohnt. Würden Wir es nochmal machen, würden wir allerdings anders planen...mit mehr Ruhe und lieber ein par Euro mehr ausgeben um alles wirklich genießen zu können.
| der Machu Picchu bei Sonnenaufgang |
Gestern abend haben wir dann unsere Rucksäcke aus dem Hostel geholt, wir musste nochmal umziehen. Die letzte Nacht haben wir in einem viel zu teuren Hostel verbracht, wo sie noch versucht haben, uns dazu zu bringen mehr zu zahlen...keine Chance!
Jetzt sitzen wir in einem Luxusbus, anders kann man es wirklich nicht nennen. Mit unglaublich viel Platz, super bequemen Sitzen und sogar einem Boardservice. Ein bisschen komisch...aber so ist das hier wohl.
Um drei kommen wir in Puno an, wo wir uns mit Enio, einem Freund aus Guatemala treffen. Dort wollen wir uns die Inseln auf dem Titicacasee angucken.
Wir melden uns wieder un schicken euch muchos besos transatlánticos!!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen