Montag, 12. September 2016

Tayrona, Palomino und Paso del Mango

06.09. - 12.09.2016

Ein par herrliche Karibik-Strand-Tage liegen hinter uns!
Letzten Diensatg ging es los zum Tayrona-Nationalpark. Mit dem Bus bis zum Eingang des Parkes und dann eine schoene Wanderung bis zum Strand Cabo de San Juan. Die Wanderung fuehrt einen durch die herrlichste Natur! Wir konnten wieder die verschiedensten Tiere sehen....Geckos, Affen,...und so schoene Pflanzen! Auch die Wege sind schoen gemacht, nebenbei kann man, anhand von Schildern, noch einiges ueber die Tayrona, das dort lebende, indigene Volk lernen. Auf dem Weg haben wir dann auch tatsaechlich noch als Ueberraschung unsere deutschen Reisefreunde getroffen, die wir von unserer Kaffeetour kennen und denen wir schon zufaellig in Cartagena begegnet waren. Die beiden haben uns auch schon vor den feuchten Zelten gewarnt, die uns am Ende erwarten wuerden...und sie sollten Recht behalten. 
Am Ende unserer Wanderung kamen wir am wunderschoenen Cabo an, voellig durchgeschwitzt haben wir uns erstmal ins Meer gestuerzt, Flipsi mit Schnorchel und Taucherbrille, denn auch hier gab es wieder einiges zu entdecken. Danach fing es dann auch bald an zu regnen und die Zelte, die ohne Ueberzelt aufgebaut sind bekamen jeweils eine grosse schwarze Plastikfolie uebergezogen. So kam weder Feuchtigkeit nach innen, noch nach aussen...wir waren froh, dass noch keine Schlafenszeit war! Nachts hoerte es zum Glueck wieder auf zu regnen, aber die Matratzen, die sowieso jede Nacht jemand anderes vollschwitzt (Bezuege gibt es nicht), waren schon nass von der Feuchtigkeit. Na ja, eine Nacht haelt man das schon mal aus. 
Am naechsten Tag ging es aus dem Zelt hinaus, ab ins Meer. Danach haben wir noch gefruehstueckt und dann auch bald unseren Rueckweg angetreten. Zum Bleiben ist es einfach zu heiss tagsueber! Irgendwo auf dem Rueckweg nahmen wir eine falsche Abbiegung und landeten auf dem Reitweg - so etwas passiert auch wieder nur uns. Die Touristen, die zu faul zum Laufen sind, koennen sich am Eingang den Parkes ein Pferd mieten, ihr glaubt nicht, was da fuer ein Betrieb auf dem Reitweg war! Aber angekommen sind wir Gott sei Dank trotzdem...






Angekommen am Cabo de San Juan



der Kampf mit der Kokosnuss...Flipsi hat verloren



eine Riesenechse, ungefaehr ein Meter lang, die uns auf unserem Weg erschrocken hat






Dann ging es fuer uns weiter nach Palomino, ein kleines Dorf mit einem wunderschoenen, weissen, langen Sandstrand mit Palmen. Dort angekommen suchten wir uns ein Hostel, statteten dem Meer noch einen Besuch ab und gingen bald schlafen. Am naechsten Tag wachte ich mit einem Magen-Darm-Infekt auf und konnte mich den ganzen Tag nicht vom Hostel wegbewegen. Ein Glueck gab es dort schoene Haengematten im Schatten! Und ein Glueck...ist Enio nachmittags gekommen! Enio, mein Freund aus Guatemala, erinnert ihr euch? Mit Enio sind wir doch in Peru schon zusammen gereist und wie der Zufall es so wollte, konnten wir uns nun noch einmal hier in Kolumbien sehen, das war eine Freude! Voller Tatendrang, wie immer, kam Enio im Hostel an und die Jungs sind losgezogen an den Strand...surfen. Ahnung davon hatte keiner von beiden, aber als sie wiederkamen, waren sie happy und haben mir voller Stolz erzaehlt, wie sie es ein-/zweimal geschafft hatten, sich fast hinzustellen. 
Am naechsten Tag ging es mir ein bisschen besser und wir konnten hoch ins Dorf schlendern, um einen schoenen Saft zu trinken. Nachmittags waren die Jungs nochmal am Strand, aber der Boardverleih hatte leider zu...vorher hatte es geregnet. Zurueck kamen sie stattdessen voller Stolz mit einer selbstgepflueckten und einer gefundenen Kokosnuss, die sie dann noch mit einer Machete und echter Manneskraft nach zwei Stunden geoeffnet bekommen haben. Das Kokoswasser war ein Genuss!
Am Morgen danach ging es dann als erstes rauf aufs Board, sogar ich hab da mal mitgemacht...na ja, ich bin ein bisschen rumgepaddelt, habe mich mal von der Welle mitnehmen lassen und mich ordentlich vom Wasser durchspuelen lassen. Aber so ganz unter uns: ich finde nicht, dass es bei den Jungs viel besser aussah, auch wenn sie das natuerlich anders sehen.




als es mir wieder gut ging gab es erstmal ne ordentliche Pizza und eine erfrischenden "limonada natural" ohne Zucker

Nach unserem kleinen Surfexperiment haben Flipsi und ich zusammengepackt, uns mal wieder von unserem lieben Enio verabschiedet und sind mit dem Bus nach Bonda gefahren, von wo aus wir ein Motorrad zum Hostel Carpe Diem in Paso del Mango nehmen mussten. Das war schon ein bisschen abenteuerlich, es fing auch noch an zu regnen und die Strasse war nicht gerade die beste...aber wir sind gut angekommen. Und das Hostel war wirklich herrlich! Eigentlich ist es kein Hostel, sonden eine Unterkunft auf einer Bio-Kaffefarm. Wir haben uns natuerlich das billigste Zimmer geben lassen. Ein kleines Zimmer mit zwei Betten, im hintersten Winkel...aber dafuer in unserer Preisklasse. Als wir allerdings am naechsten Tag aufwachten, roch es nicht gerade gut in unserem Zimmer und als wir bemerkten, dass auf dem Dach, direkt ueber uns irgendetwas herumtapste, sagten wir dann doch mal bescheid an der Rezeption. Und was war es? Ratten, iiiihhhhh!! Da haben wir doch gleich mal nett nach einem anderen Zimmer gefragt...und ihr glaubt nicht, was wir daraufhin bekommen haben: eine Oeko-Luxus-Huette. So wird die dort genannt. Das teuerste, was man dort mieten kann, zum Preis von unserer Abstellkammer, ihr glaubt nicht, wie gluecklich wir waren! Mit grossem, gemuetlichem Doppelbett (so gut haben wir glaube ich auf der ganzen Reise noch nicht geschlafen) und eigenem Privatbad! Ich wollte nie wieder dort weg! 


unsere Luxushuette

An dem Tag haben wir eine Tour durch einen nahegelegenen Park auf einem Privantgrundstueck unternommen. Dort konnte man Tiere und Pflanzen beobachten. Danach waren wir auf einer Kakaofarm. Einer ganz kleinen, privaten, wo wir eine tolle Fuehrung, nur fuer uns beide hatten und unsere eigene Schokolade hergestellt haben...ein voller Erfolg! 


auf Entdeckungstour durch den Park


Schildkroeten, die in der freien Wildnis nicht ueberleben wuerden, werden hier aufgenommen





Steinritzerei der Tayroner





der offizielle Weg zur Kakaofarm. Hier muss man oft den Fluss durchqueren um von A nach B zu kommen, notfalls fahren die Einheimischen hier auch mit dem Motorrad durch

die Kakaofrucht

das Fruchtfleisch ist oberlecker!

die geroesteten Kakaobohnen

die geschaelten, geroesteten Bohnen werden zerquetscht

ein bisschen Zucker, ein bisschen Zimt und fertig ist die (Trink-)Schokolade

auf dem Rueckweg zur Unterkunft konnten wir den groessten Schmetterling der Welt bestaunen. Die Fluegeloberflaeche strahlt wunderschoen blau


Wir waren wirklich froh, dass wir noch nach Paso del Mango gefahren sind. Dadurch, dass es ein bisschen hoeher gelegen ist und jeden Tag regnete, waren die Temperaturen dort auch super angenehm und es war eine echte Erholung vom heissen Strand.
Nach einem schoenen Bad im Fluss ging es heute wieder zurueck nach Santa Marta.




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