Dienstag, 30. August 2016

Cali, die Kaffeeplantage und Medellin

21.08. - 30.08.2016


Cali, die Salsahauptstadt überhaupt!...wie es so schön heißt. In dieser schönen Stadt sind wir drei Nächte lang. Wir haben uns die Stadt angeguckt, leckeres vegetarisches Essen genossen, den besten frischen Saft dieser Reise getrunken, über den Artesanía-Markt geschlendert und natürlich Salsa getanzt.

Am ersten Abend nach der Ankunft in unserem wirklich schönen Hostel haben wir noch eine Runde gedreht und festgestellt, dass uns Cali und die Stimmung dort wirklich gefallen. Super nette Leute und sommerliche Temperaturen!






Am nächsten Tag ging es erst einmal durchs Zentrum...das war laut und hektisch, überall etwas los! Nachmittags hatten wir dann eine Salsastunde...Salsa im Cali-Style. Hat super viel Spaß gemacht. Abends sind wir dann gleich noch ausgegangen, um unsere neu erlernten Schritte zu üben. Herrlich, die Party, bei der wir da waren! Klein, eng, heiß, gute Musik und wahnsinnig gute, aber auch nicht so gute Tänzer. Besser kann man es doch gar nicht haben!

Am nächsten Tag sind wir dann noch ein bisschen durch unser Viertel gelaufen. Hoch zu einer Kirche ging es, von wo aus man einen guten Blick über die Stadt hatte, Mittag essen, noch einmal über den Artesanía-markt...und wieder zurück ins Hostel. Tatsächlich war es super heiß und wir brauchten erst einmal eine Pause von der Sonne. Gut, dass gleich neben dem Hostel unser toller Saftladen war...einfach herrlich! Wenn wir wieder Zuhause sind, dann schaffen wir uns auch mal so einen Mixer an.
Nachmittags hatten wir dann wieder unsere Salsastunde und sind danach noch zur gratis Gruppenstunde geblieben. Danach waren wir ko und haben nur noch gegessen und sind ins Bett gefallen.




Kirche San Antonio

the hottie im Mahalo-Look


Vogelbeobachtung im Park


Am nächsten Tag ging es dann nach Manizales, von wo aus wir am Morgen darauf zur Besichtigung einer Kaffeeplantage aufbrechen. Auf der Farm "Valencia" haben wir den ganzen Prozess des Kaffees von der Pflanze bis in die Tüte gelernt. Sehr interessant! Kaffee durften wir auch soviel trinken wie wir wollten...hätte er uns besser geschmeckt, hätten wir auch welchen für euch Zuhause gekauft...wahrscheinlich war es einfach nicht unsere Bohne. Oder hatte doch der Röster daran Schuld...?



die Kaffeekirsche

die Blüte

hottie in da field


Kaffee beim Trocknen

von der Kirsche bis zur gerösteten Kaffeebohne


Von der Kaffeeplantage aus ging es dann gleich weiter nach Medellin. Hier haben wir eine komische Erfahrung mit den Taxifahrern gemacht...Niemand wollte uns zu unserem Hostel fahren, abweisend haben alle nein gesagt und wir wussten gar nicht, wie uns geschieht. Schließlich hat sich einer erbarmt und später haben wir auch mitbekommen, dass es den anderen Leuten nicht anders geht. Aber der erste Schreck war groß und die Sorge, dass das Viertel, in das wir wollen, nicht sicher genug ist oder dass wir einfach unhöflich waren oder etwas Falsches gesagt haben. Weiter ging unsere Pechsträhne dann auch noch abends, als wir auf der Suche nach etwas zu Essen, kein einziges offenes Restaurant/Bar/Imbiss fanden, wo es etwas anderes gab als Hähnchen. Verzweifelt haben wir uns eine viel zu teure Pizza bestellt, die auch noch winzig klein war und sind nur noch ins Bett gefallen.

In den nächsten zwei Tagen haben wir ein bisschen die Stadt erkundet. Leider waren die free-walking-tours schon alle ausgebucht, denn soetwas scheint mir in Medellin wirklich sinnvoll zu sein. Auch Medellin ist laut und hektisch. Es gibt eine Menge zu sehen, aber alleine kann man sich schnell im Trubel verlieren. Geregnet hat es auch, aber schließlich haben wir nach langem Suchen sogar noch eine schicke Regenjacke für mich gefunden....danach hat es natürlich nicht mehr geregnet.



hottie mit juice in der Fussgängerzone

völlig erschöpft haben wir ENDLICH etwas vegetarisches zum Essen gefunden

Platzregen






Als tollen Abschluss von Medellin sind wir gestern ins nahe gelegene Dorf Guatapé gefahren. Kurz vor dem Dorf kann man auf einen großen Felsen steigen, von wo aus man einen tollen Blick über die Landschaft hat und auch Guatapé an sich ist ein wunderschönes kleines Dorf, mit kleinen Häusern. Und gemütlichen Cafés.










Jetzt sitzen wir am Flughafen, tatsächlich ist das Fliegen innerhalb Kolumbiens billiger als das Busfahren! Gleich geht es los in die Karibik, nach Cartagena! Wir freuen uns schon riesig darauf, auch wenn wir schon vor der Hitze gewarnt wurden. Wir sind gespannt!

Auf dem Weg zum Flughafen haben wir den Nacktschen von Botero noch einen Besuch abgestattet...





anfassen soll Glück bringen...



Sonntag, 21. August 2016

Quito, Otavalo und Mindo

13.08.2016 - 21.08.2016


Nach der bis jetzt längsten Busfahrt unserer Reise, kamen wir endlich in Quito an. Dort haben wir uns ein Hostel im Mariscal gesucht, einem sicheren Viertel, dafür aber voll mit Gringos, überteuerten Cafés und Restaurants und viel Party. Aber zum Schlafen war es gut.
Nachdem wir uns erst einmal ausgeruht und ausgeschlafen hatten, ging es am nächsten Tag los. Nach meiner zweiten Deoexplosion dieser Reise (kleiner Tipp am Rande: wenn ihr an einen Ort reist, der über 2000 Meter liegt, nehmt keinen Deoroller mit...da ploppt die Kugel raus und ihr hattet mal ein Deo), haben wir uns auf den Weg ins Zentrum gemacht. 20 Minuten laufen....Durch einen schönen großen Park und an schönen Straßen und Häusern vorbei. Quito hat uns wirklich gefallen....Sehr grün, nicht so eng und voll wie Lima und eine schöne Atmosphäre. Das alte Zentrum hat viel zu bieten. Mit schönen Plätzen, Sträßchen und Kirchen. Und das alles mitten in den Bergen!



der Plaza Grande von Quito



Am nächsten Tag sind wir nach Otavalo gefahren, einem Ort, ca. zwei Stunden von Quito entfernt. Für eine Fahrkarte für den Metrobus, mit dem wir erst einmal eine Stunde lang zum Busbahnhof fahren mussten, zahlt man in Quito übrigens gerademal 25 Cent, da könnte sich Berlin wirklich mal eine Scheibe abschneiden!
In Otavalo gibt es jeden Samstag einen riesigen Handwerksmarkt....wir waren am Mittwoch da, da war nur der kleine Markt, der uns aber schon völlig gereicht hat. Fast keine Leute und so viele schöne Dinge! Von Ponchos über Schmuck bis hin zu Hängematten, Instrumenten und traditioneller Kleidung. Alles war dabei!
Otavalo an sich ist auch ein sehr sehr schöner Ort. Den haben wir uns noch angeguckt, haben etwas gegessen und sind wieder zurück. Der Weg nach Otavalo führt übrigens über den Äquator!




der Plaza Grande von Otavalo

ja, wir waren erfolgreich!


Am nächsten Morgen ging es dann wieder los....zwei Stunden Busfahrt nach Mindo, in den Regenwald, auch Nebelwald genannt. Ein winziger Ort, wo es vor Allem Touristenattraktionen gibt, der aber trotzdem urgemütlich und nicht zu teuer ist. Als wir ankamen regnete es, aber es sah trotzdem wunderschön aus. Das Einzige: meine schöne Regenjacke war weg. Ich glaube, die hat mir jemand aus dem Rucksack gezogen....aber zum Glück hörte es abends wieder auf zu regnen und so beschlossen wir kurzfristig an einer "Nachtwanderung" zur Reptilienbeobachtung teilzunehmen. Dafür ging es im Auto zu einem Privatgrundstück von zwei Kanadiern, die dort die Tierwelt erforschen. Wir haben eine tolle Führung durch den Regenwald bekommen und einiges an Fröschen, Spinnen, Käfern und Fledermäusen gesehen. Der Höhepunkt war eine Art Affe, von dem wir uns leider den Namen nicht gemerkt haben, und den man nur nachts sehen kann.


der Nebelwald bei unserer Ankunft

Liebe die Mutter Natur.

unsere Nachtwanderung






nach der Nachtwanderung gab es noch einen schönen frisch gepressten Saft...wir trinken hier jeden Tag mindestens einen und die sind sooo lecker! Ananas, Orange, Melone, Erdbeere,...


Eine Nacht haben wir in Mindo verbracht und sind am nächsten Tag zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen.
Zuerst haben wir mit der Seilbahn das Tal überquert...nichts da von wegen gemütliche fährt übrigens, nach zwei Minuten war man schon auf der anderen Seite. Von dort aus kann man dann eine wunderschöne Wanderung, vorbei an fünf Wasserfällen machen. In einigen davon kann man sogar richtig baden! Es war herrlich...ein toller Weg durch die Natur, auf dem man die schönsten Blüten und Schmetterlinge beobachten kann. Und voll war es auch nicht. Ein toller Tag und vor Allem haben wir jetzt das Gefühl, den Regenwald noch einmal richtig gesehen zu haben....wenigsten die "Light-version".
Abends ging es dann schon wieder zurück nach Quito, wo wir noch eine Nacht geschlafen haben.


früh begrüsste uns noch ein anderer Hostel-Mitbewohner


und los ging die Wanderung, ausgestattet mit der besten Karte, die man haben kann

die Seilbahn










in Mindo alleine gibt es über 90 Schmetterlingsarten














und wieder auf die andere Seite mit der Seilbahn

und zurück nach Mindo ging es auf der Ladefläche vom Jeep (keine Angst Papa, das war ein offizielles Taxi!)...die Fahrt war um einiges aufregender als die Seilbahn

 Gestern morgen sind wir früh um halb vier aufgestanden und haben uns auf den Weg zur kolumbianischen Grenze gemacht. Grenzüberquerung verlief mehr als problemlos und so sind wir noch bis Popayan gekommen. Dort haben wir geschlafen und jetzt sind wir auf dem Weg nach Cali, wo wir ein par Tage bleiben wollen. Mit den Luxusbussen scheint es bis aufs Erste vorbei zu sein. Wir sitzen in einem kleinen Bus, mit unseren großen Rucksäcken zwischen den Beinen und den kleinen auf dem Schoß...und freuen uns, dass wir nicht groß und dick sind!

Ein bisschen schade ist es, dass wir keine Zeit hatten für Ecuador. Es scheint ein wunderschönes Land zu sein und dadurch, dass es nicht ganz so groß ist auch sehr praktisch zum Reisen...und auch dort kann man alles sehen: die Anden, den Regenwald oder den Amazonas, das Meer,...




Und das war Ecuador für uns: Quito mit Otavalo und Mindo
(einmal durchgerauscht)