Dienstag, 2. August 2016

Arequipa, der Colca Canyon und Paracas

24.07. - 29.07.2016


Luxusbus hin oder her...was nützt mir das "Halbbett", wenn ich um sechs Uhr morgens mit einem Film und kalter Luft geweckt werde?!? Aber egal...
Gestern abend um neun ging es los...wir sind auf dem Weg nach Paracas, ans Meer, in einen Naturpark, in dem man wohl viele Tiere, unter anderem Pinguine sehen kann.

In Arequipa sind wir am Sonntag angekommen. Wieder gab es eine riesige Wiedersehensfreude...dieses Mal mit meiner italienischen Freundin Lucia, die ich aus Almería kenne und die jetzt in Arequipa in einem Hostel arbeitet.
Am Sonntag sind wir gleich nach unserer Ankunft, zu einem vegan-vegetarischen Straßenfest gegangen...und wieder konnte ich Quinuabrot essen! Ihr könnt euch das so ähnlich vorstellen wie Quarkkeulchen...anders geformt und mit Honig statt mit Zucker. Unglaublich lecker....drei Portionen habe ich gegessen! Danach haben wir dort nich Nudeln bekommen, aus Reis und Quinua und abends hat uns Lucia echte italienische Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Schon allein wegen all der leckeren Sachen war es also ein wahres Wiedersehensfest, vor Allem wohl für mich.


Am Montag haben wir uns Arequipa angeguckt...die Kathedrale, auf dem Plaza de las Armes, im Hintergrund die schneebedeckten Berge! Das Zentrum von Arequipa wurde von den Spaniern aus weißem Vulkanstein erbaut, weshalb die Stadt auch "die weiße Stadt" genannt wird. Der spanische Einfluss ist dort so sehr zu spüren, dass wir uns gleich Zuhause gefühlt haben, was irgendwie etwas Schönes, aber auch etwas Merkwürdiges hatte.



der Plaza de Armas








Am Dienstag sind wir dann los gefahren, fünf Stunden mit einem Bummelbus Richtung Colca-Canyon, dem zweittiefsten Canyon der Welt!
Abends kamen wir an, haben uns eine Unterkunft und etwas zu Essen gesucht und sind schlafen gegangen. Und nachts fing es dann an...mir ging es unglaublich schlecht, ihr kennt das ja inzwischen alle. Inzwischen bin ich fast sicher, dass es der Zucker ist, der mir nicht gut geht. Zum Abendbrot waren wir in so einem Touriding essen, für mich gab es Quinua mit Tomatensoße. Sicher, dass das Fertigsoße war, die fast immer mit Zucker ist. Die Nacht habe ich also nicht besonders schön verbracht und auch am nächsten Tag hat es überhaupt nicht aufgehört, mein Körper hat gekämpft...

Trotzdem sind wir wenigstens mit dem Bus zum "Cruz de condores" gefahren, einem Aussichtspunkt, an dem man früh meist Condore sehen kann, die zweitgrößten Vögel der Welt. Und wir haben so viele gesehen!! Sehr beeindruckend, die Größe und wie sie dann durch den Canyon fliegen...wunderschön.




Enio beim Beobachten der Condore





Enio ging es inzwischen auch nicht mehr besonders. Magen-Darm... Also sind wir danach ins Hostel und haben geschlafen. Nachmittags sind die Jungs dann wenigstens noch eine Runde gelaufen, danach hat es dann auch Flipsi umgehauen.
Aber wie Enio so schön meinte: "Wir sind zu dritt und wir haben einen Fernseher im Zimmer, was wollen wir denn mehr?" und er hat Recht. Auch so etwas gehört zum Reisen dazu.

Am nächsten Tag ging es mir wieder blendend, den Jungs noch nicht ganz so und so beschlossen wir, wieder zurück nach Arequipa zu fahren, denn wandern wollten wir so nicht.
Aber...denkt nicht, unser Ausflug hätte sich nicht gelohnt! Wir hatten das Glück, den Canyon und vor Allem die Condore zu sehen und allein schon das war doch die Reise wert!

Zurück in Arequipa konnten Flipsi und ich uns unsere Steine abholen. Wir hatten großes Glück! Ein Freund von Lucia macht Schmuck und konnte für uns Steine mitkaufen...für unsere Schmuck- und Ledersachen, die wir Zuhause machen wollen. Unglaublich nett und schöne Steine, echt von hier!
Abends haben wir nocheinmal gekocht und zusammen mit Lucia gegessen und dann ging es ab zum Bus...



29.07. - 31.07.2016

Wieder im Bus...und dazu muss ich dieses Mal sagen: endlich. Einen Tag verspätet geht es weiter nach Lima. Gestern Nachmittag mussten wir mit Erschrecken festen, dass uns im Büro von der Busgesellschaft Tickets für den Vortrag verkauft worden waren...Schuld hatte natürlich niemand, wenn überhaupt dann wir und das Geld? Weg ist es. Aber wie immer war das eigentlich Nervige daran die Nerven, die dabei drauf gegangen sind und die Art, wie sich der Angestellte im Büro verhalten hat...überhaupt nicht hilfsbereit und kein Stück gewillt, mit uns gemeinsam eine Lösung zu suchen. Und das, obwohl wir zum ersten (und vermutlich letzten) Mal, mangels anderer Alternativen, mit Cruz del Sur fahren wollten, der angeblich sichersten und angenehmsten Busgesellschaft überhaupt, wie es so schön überall tu lesen ist.
Na ja....passiert, wir haben wieder etwas dazu gelernt und heute reisen wir auf dem Weg der Einheimischen. Mit dem Taxi sind wir in das nächst größere Dorf gefahren und fünf Minuten später saßen wir hier. In unserem Bus nach Lima. Perfekt!

Paracas war herrlich! Am Freitag sind wir angekommen, fertig von der langen Busfahrt, aber dennoch voller Tatendrang. Nachdem wir ein Hostel gefunden hatten ging es los. Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und sind los in die Reserva gefahren. Unglaublich....Nach den Bergen eine völlig neue Landschaft! Mit dem Rad durch die Wüste, mit Blick aufs Meer! Unbezahlbar und für Flipsi das erste Mal Wüste, wenn man die spanische mal auslässt.
Die Bewegung hat gut getan und der Körper könnte sich nach den Höhen wieder ein wenig aklimatisieren und Sauerstoff tanken.
Abends gab es dann für die Jungs Ceviche, DAS Essen hier in Peru. Fisch,der in Zitrone eingelegt wird...fragt mich nicht. Danach haben sie sich noch ein Chili-Wettessen geleistet...ich war zufrieden. Mit meinem Omelette.








Am nächsten Tag ging es dann gleich früh los mit dem Boot. Ein Ausflug zu "las balletas", kleine Inseln, auf denen verschiedenste Vogelarten, Pinguine und Seelöwen wohnen. Es war unglaublich faszinierend....so unendlich viele Vögel, dass man sie nicht zählen konnte!


 








Jetzt geht es weiter nach Lima, wo wir u.s vorerst von Enio verabschieden. Allerdings nur für zwei Tage, dann treffen wir uns wieder in Huaraz. Nocheinmal geht es dann für uns in die Berge, und vielleicht schaffen wir es endlich, unsere Wanderung nachzuholen, die uns im Colca Canyon nicht vergönnt war!

 

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