In Lima angekommen, stellten wir fest, dass das Hostel, welches wir uns vorher gesucht hatten zwar nur zehn Minuten vom Touristen- und wohlbetuchten Viertel Miraflores entfernt war und dazu noch preiswert...aber dennoch suchten wir uns etwas anderes. Nachdem uns schon der Taxifahrer vorgewarnt hatte, dass die Gegend alles andere als sicher sei, riet uns selbst die Dame an der Rezeption uns etwas anderes zu suchen. Also ging es auch für uns nach Miraflores...verhältnismäßig teuer, aber die Sicherheit war uns das Geld allemal wert.
In Lima haben wir die Stadt entdeckt und den Großstadttrubel genossen...Kaffeetrinken, Besuch beim Bioladen, Abendbrot mit glutenfreien Nudeln,...eben alles,was dazu gehört. Lima ist super groß (11 Millionen Einwohner, sagt Enio!) und anscheinend ein sehr unsicheres Pflaster. Das Zentrum hat, typisch, einen großen Plaza de Armas und eine Fußgängerzone. Ansonsten waren wir in einem kleinen Kakaomuseum und im chinesischen Viertel, wo uns das Essen gar nicht gut bekommen ist.
| der Plaza de Armas |
| die Kathedrale |
| Chinatown |
| "El beso" im Park der Liebe |
Nach drei Tagen und zwei Nächten ging es dann weiter nach Huaraz. Leider war uns unsere Wanderung wieder nicht vergönnt. Den ersten Tag haben wir komplett im Hostel verbracht, schlafend, vor dem Fernseher, oder auf der Toilette. Am nächsten Tag ging es uns immernoch nicht so gut, also haben wir beschlossen, weiter zu fahren, wieder ans Meer, wo der Körper nicht zusätzlich noch mit der Höhe zu kämpfen hat.
Flipsi und ich haben eine Quinuasuppe gekocht, die so lecker war, wie Suppe eben sein kann, und gemeinsam mit Enio haben wir noch schön Abendbrot gegessen. Dann hieß es Abschied nehmen....Enio ist in Huaraz geblieben, einem Wanderparadies und somit ein Paradies für Enio! Der Gute, kam uns noch nach zum Bahnhof und hat uns unsere "Tageskamera" hinterher gebracht, die wir liegen lassen hatten! Wir sind wirklich froh, dass wir eine Zeit lang mit Enio reisen konnten! So haben wir viel gelernt...wie man am besten ein Taxi ranwinkt und den Preis runterhandelt, wie man am besten ein Hostel sucht, wie man am besten die Leute anspricht...und dass wir Gringos eigentlich prinzipiell das Doppelte zahlen müssen!
Zu zweit ging es für uns weiter nach Huanchaco, ein kleines Dorf und Surferparadies bei Trujillo. Dort haben wir ein par Tage Ruhe genossen, sogar ein Zimmer nur für uns zwei konnten wir uns gut leisten, da im Moment eigentlich keine Saison ist.
Wir haben den kleinen Ort entdeckt und uns Trujillo angeguckt.
Außerdem waren wir bei den Ruinen von Chan Chan, Huaca de la luna und Huaca del sol. Wir haben einiges über die Völker Moche und Chimú aus der Präinkazeit gelernt...beeindruckende Ruinen und beeindruckend, wie diese Völker damals gelebt, geglaubt und gearbeitet haben.
| im Huaca de la luna |
| Huaca del sol |
| Chan Chan |
| Plaza de Armas in Trujillo |
| Kathedrale (Trujillo) |
| Huanchaco |
| frittiertes Kartoffelgebaeck mit Honig |
Jetzt sind wir auf dem Weg nach Tarapoto. Eine 18-stündige Busfahrt liegt vor uns...um schließlich im Regenwald anzukommen. Ein Abstecher, den wir so nicht geplant hatten, aber ein bisschen spontan muss man eben sein.
Meine Freundin Lucia, mit der wir uns in Arequipa getroffen hatten, konnte uns einen guten Sanador, Heiler, empfehlen. Dieser lebt und arbeitet in Yurimaguas, einem Ort, der zwei Stunden von Tarapoto entfernt liegt. Den werde ich dort treffen...es kann also gut sei, dass wir mindestens eine Woche da bleiben werden. Viel weiß ich noch nicht. Ein Sanador wird mit der Gabe des Heilens geboren und es geht viel um die Heilung mit Pflanzen. Der Sanador arbeitet auf drei Ebenen, der physischen, der psychischen und der transzendentalen. Es geht vor allem darum, den Körper erst einmal zu reinigen, bevor die Heilung beginnen kann. Für diese Reinigung, sollte man mindestens eine Woche vor Ort bleiben, den Rest kann man normalerweise selber machen, mit den Pflanzen, die einem der Sanador gibt.
Nun ja...ich werde mir das einmal angucken und wenn es mir zusagt, denke ich, dass es auf jeden Fall einen Versuch wert ist! Drückt mir also die Daumen und denkt positiv (Kraft der Gedanken!), auch wenn ihr denkt, dass das Ganze Schwachsinn ist.
Flipsi weiß noch nicht genau, was er in der Zeit macht....ne kleine Dschungelexpedition vielleicht. Wir werden sehen und euch dann berichten!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen